[ FILM 2016 ] Die Schöne und das Biest

Der Weg dahin ist schwer. Denn wer erschrickt nicht zu Tode beim Anblick eines Ungeheuers, das noch dazu einen irritierenden Heiratsantrag stellt? Der Schreck aber wird sich ebenso lösen wie das dunkle Geheimnis, das sich hinter dem Antlitz des Biestes verbirgt.

Es schert Hugo wenig, dass sein Wirtshaus vor dem Ruin steht und er die Pacht längst nicht mehr zahlen kann. Umso vergnügter liegt sein Blick auf seinem Augenstern Elsa, seinem einzigen Kind, um das sich sein Leben voller Stolz dreht.

Doch als Hugo – im Schloss hinter den Nebeln des Waldes – eine Rose für Elsa mitzunehmen versucht, begegnet ihm ein zähnefletschendes Ungeheuer, halb Mensch, halb Tier, und fordert von ihm ein Leben: wenn nicht das von Hugo selbst, so doch das Leben desjenigen, der dem Wirt zu Hause als erstes begegnet.

Der Plan des Ungeheuers nimmt seinen Lauf, denn es ist ausgerechnet Elsa, die Hugo unruhig entgegenläuft und die von nun an, auf Gedeih und Verderb, die Schuld des Vaters einlösen will. Gierig nimmt das Biest die Schöne gefangen, entsetzt sie mit seinen unflätigen Manieren und gibt kaum Anlass, dass geschieht, was das Ungeheuer so sehnsüchtig erwartet: dass sich nämlich Elsa verliebt und es zum Manne nimmt.

Auch Irmel und Wenzel, den beiden turbulent schnatternden, ebenso überforderten wie um herzliches Einvernehmen bemühten Schlossdienern, gelingt es nur schwerlich, den aufgebrachten Gast zu beruhigen. Letztlich aber lässt sich Elsa mit dem Ungeheuer auf ein Abkommen ein. Sollte es dem Schlossherren gelingen, bis zum großen Ritterfest des eitlen Landesherren Bertold von Hohentau die Gunst der Schönen zu wecken, darf Elsa gehen, wohin sie will und sich entscheiden, für wen sie will.

Elsa lässt sich darauf ein. Vor Tagen schon hatte sie Gefallen an Bertold und seiner Einladung zu den Ritterspielen gefunden und glaubt, die Zeit bis dahin nur noch aussitzen zu müssen. Doch es kommt alles anders als von ihr erwartet. Die schöne Wirthaustochter entdeckt unter der rauen Schale des Ungeheuers den warmherzigen Kern, deckt Schicht um Schicht seines Geheimnisses auf, das Geheimnis der Verzauberung eines einstmals charakterlosen Prinzen, und beginnt, sich in ihren fremden, wilden Gastgeber zu verlieben.

Das Tier wandelt sich seinerseits, erinnert sich zunehmend seiner menschlichen Qualitäten und ahnt doch nicht, dass ihm mit Bertold von Hohentau ein Klingen kreuzender Gegner entsteht, der keinerlei Skrupel hat, sich an Vater Hugo, an der schönen und geliebten Elsa oder auch an ihm selbst, seinem Schloss und seinen Reichtümern zu vergreifen.
Datum:
03.10.2016

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